Macht Corona uns monogamer?

Macht Corona uns monogamer?

Macht Corona uns monogamer?

Eine neue Studie zeigt, welche Auswirkungen die Corona-Pandemie auf Intimität, Sexualität und Solidarität hat. Lesen Sie hier, in welche Richtung sich Liebesbeziehungen und sexuelles Verhalten nun entwickeln …

An dem Forschungsprojekt, geleitet von der Wissenschaftlerin Dr. Barbara Rothmüller im April 2020, haben sich rund 8100 Menschen aus Deutschland und Österreich beteiligt. Aufgefallen ist Rothmüller vor allem eins: Beziehung monogamisieren sich zunehmend. Wodurch sich das äußert.

Mehr Monogamie durch Corona

Laut der Studie nutzten viele Paare die Zeit in der Pandemie, um sich – zum Beispiel durch Gespräche – mehr mit sich selbst zu beschäftigen. 70 Prozent aller befragten Paare sagten aus, mehr Vertrauen und Geborgenheit zu spüren als noch vor Corona.

Die Monogamisierung spiegelt sich auch im Bereich des Online-Datings wider: Internet-Plattformen wurden immer häufiger genutzt, um Partner oder Partnerinnen für langfristige Beziehungen zu suchen. 31 Prozent der Befragten gaben an, dass sie es aktuell bevorzugen, einen neuen Partner oder eine neue Partnerin langsamer und ernsthafter kennenzulernen.

Gleichzeitig gaben 12 Prozent aller Befragten an, dass eine eher lockere und unverbindliche Beziehung zu einer festen geworden sei.

Wie erklärt sich Dr. Barbara Rothmüller, Leiterin der Studie, die Umfrage-Ergebnisse? Durch den Lockdown hätten sich die Chancen auf häufig wechselnde Sex-Partner oder Sex-Partnerinnen verschlechtert. Stattdessen hätten Menschen die Zeit genutzt, um im bereits bestehende Beziehungen zu investieren. Ob der Trend auch nach Corona noch anhält? Das bleibt abzuwarten.

Autor: Julia Haase

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