"Brickit": Mit dieser App macht das Lego-Chaos wieder Laune

"Brickit": Mit dieser App macht das Lego-Chaos wieder Laune

"Brickit": Mit dieser App macht das Lego-Chaos wieder Laune

Mit den meisten Lego-Bausätzen, die Sie im Keller lagern, können Sie nichts mehr anfangen, weil die Anleitung fehlt? Die neue App "Brickit" scannt jetzt lose Lego-Steine und liefert Bauanleitungen, die perfekt zu Ihrem Inventar passen.

Hand aufs Herz: Ob im Keller, auf dem Dachboden oder im Kinderzimmer – fast jeder hat doch eine dieser Kisten mit Lego-Einzelstücken irgendwo bei sich herumstehen, mit denen man ohne Anleitung und XXL-Geduldsfaden nicht wirklich etwas anfangen kann. Die Lösung, um aus den Staubfängern wieder spaßige Beschäftigungen zu machen, ist eine neue App: "Brickit".

"Brickit" scannt die losen Steine, erkennt ihre Formen und liefert Vorschläge, was sich aus genau dieser Ansammlung von Plastikteilchen alles bauen lässt. Entwickelt wurde die App von Leonid Aleksandrov und einem 14-köpfigen Team aus Moskau, die sich von den eigenen Kindern und deren Wunsch, aus den chaotischen Haufen zu Hause ganz einfach wieder schöne Modelle und Sets zu bauen, inspirieren ließen.

Und auch wenn sie dabei auf circa 1500 offizielle Lego-Anleitungen zurückgreift, ist die App eigentlich ein Fanprojekt, das zumindest bisher keine Lizenz von dem dänischen Spielzeughersteller hat. Eigenkreationen anderer Lego-Fans, die man nachbauen kann, sollen bald folgen.

"Brickit": So funktioniert die Lego-App

Die Anwendung von "Brickit" ist einfach: Um der App eine Grundlage für ihre Vorschläge zu bieten, müssen alle verfügbaren Lego-Teilchen auf den Boden gekippt und möglichst nah aneinander fotografiert werden. Eine Bilderkennungssoftware scannt dann das Foto und spuckt eine oder mehrere Anleitungen aus, die zum Bestand passen. Dabei gilt: Je mehr Lego-Steine, desto vielfältiger das Ergebnis. So liefert die App bei 100 Teilen noch drei Vorschläge, bei 400 aber schon 18.

Mit komplexen Bauwerken wie dem "Millenium Falcon" dürfen Sie bei den Bauanleitungen nicht rechnen, ebenso wenig wie auf eine perfekte Farbkomposition des Endergebnisses, da die App auf Farben keine Rücksicht nimmt. Manchmal müssen Sie auch mit kreativer Eigenleistung nachhelfen, weil die App Teilchen in der Anleitung einbaut, die in Ihrem Inventar fehlen – mit ein bisschen Fantasie und Improvisation glücken die meisten Figuren. Die Ergebnisse machen in jedem Fall mehr her als verstaubte Kisten.

Aktuell gibt's die kostenlose App nur für iOS, eine Version für Android-Geräte soll im Herbst folgen.

Autor: Martin Arnold

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